HL+NAWI Kurs 7 | Pilzexkursion

Ein Bericht von: Karin Meierhöfer und Elke Thoms

Hinaus in den Wald zur Pilzsammlung oder kurz Pilzexkursion, so heißt es schon seit fast 15 Jahren für die SchülerInnen der WP- Kurse Hauswirtschaft und Naturwissenschaft im Jahrgang 7. Mit ihren Lehrerinnen Frau Meierhöfer und Frau Thoms wanderten die SchülerInnen ausgestattet mit Korb und Körbchen in den Dotzheimer Wald. Dort traf die Gruppe Herrn Heller, den erfahrenen Pilzsachverständigen und Exkursionsleiter der Landeshauptstadt Wiesbaden.

Herr Heller berichtete über die Aufgabe der Pilze für den Wald und die vorkommenden Pilzarten im hiesigen Wald. Es gibt ca. 3500 bekannte Pilzarten in Mitteleuropa, ca. 100 der Wildarten sind als Speisepilze genießbar, aber leider haben viele von ihnen auch giftige Doppelgänger. Umso wichtiger ist es die Pilze, die man sammelt, genau zu kennen. Da sich die Erkennungsmerkmale der Pilze am besten am Pilz selbst erklären lassen, mussten erstmal Pilze gesammelt werden. Die SchülerInnen durchstreiften nun das Unterholz und suchten die verschiedensten Pilze. Leider war die Ausbeute sehr mager, denn die Wachstumsbedingungen (feucht und warm) waren in diesem Jahr noch nicht optimal.

Die gefundene Auswahl reichte aber, um wichtige Kriterien: Lamellen oder Röhrenpilz, Farbe, Hutform, Form und Maserung des Stiels, Ausbildung der Knolle u.a. zu besprechen. Diese sollte Pilzsammler kennen, denn das Wissen über die Pilze ist wichtig, um essbare und giftige Pilze zu unterscheiden.

Leider hat die Gruppe diesmal keinen Steinpilz – den König der essbaren Pilze – gefunden, dafür aber einige essbare Parasole. Leni hat sogar ein wirkliches Riesenexemplar gefunden. Abschließend sortierte Herr Heller noch mal alle Pilze in den Körben durch, damit nur essbare, ungefährlich mit nach Hause genommen wurden.

Auch wenn das geplante „Pilzfestmahl“ für den HL-Kurs nicht mit selbstgesammelten Pilzen gekocht werden kann, so war die Exkursion im Sinne von Naturerfahrung sehr spannend. Im Wald gibt es noch viel mehr als nur Pilze zu entdecken. Wer durch den Wald streift, entdeckt die Vielzahl der Blätterformen, zahlreiche Krabbeltiere und Würmer, nimmt den Geruch des Waldbodens wahr und hört die Knackgeräusche der Äste oder das Gezwitscher der Vögel. Der Wald ist immer noch natürlicher und unbezahlbarer Erfahrungsraum für die Sinne. Und so traten die SchülerInnen mit vielen Natureindrücken den Heimweg an.

Ein herzliches Dankeschön an Herrn Heller, der es in jedem Jahr versteht, die herbstlichen Exkursionen immer wieder zu einem besonderen Erlebnis zu machen.

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